Die älteste bekannte Darstellung von Pirkensee stammt aber erst aus der Zeit um 1600. Sie zeigt ein Schloss mit zweigeschossigem Baukörper, Satteldach, schlankem Turm und einer Mauer mit Tordurchfahrt. Dieser Vorgängerbau brannte 1632 ab. 100 Jahre später (1731 bis 1734) entstand die heutige barocke Dreiflügelanlage mit den prägenden Zwiebeltürmen und Park-Anlage. Im 20. Jahrhundert wurde es zunehmend ruhiger um das Wasserschloss, bis es 1990 ein Frankfurter Bauunternehmer kaufte, um es in ein Tagungshotel umzuwandeln. Während der Bauphase ging aber das Geld aus. Am 07.10.1999 zerstörte dann auch noch ein Brand große Teile dieses Kulturguts. Die im östlichen Schlossflügel befindliche Schlosskapelle „St. Anna“, im frühen Rokokostil gestaltet, birgt nämlich u. a. ein prächtiges Deckenfresko von Kosmas Damian Asam. Es zeigt Maria mit dem Kinde umgeben von Josef, Zacharias, Anna, Elisabeth und Joachim. Leider haben Feuer und Löschwasser auch dieses Kleinod schwer gezeichnet, aber wer den Raum betritt, wird sofort die einstige Pracht erahnen.

Das Schloss Prikensee steht derzeit zum Verkauf. Der Historische Arbeitskreis Maxhütte-Haidhof unterstützt den Käufer bei der Sanierung.

Verweise
www.schloss-pirkensee.de